die starke Sonnenaktivität

Sonnenaktivität kehrt mit Macht zurück

Sonnenaktivität kehrt mit Macht zurück: M1.0-Flare kündigt potenzielle magnetische Stürme an

Nach zweiwöchiger Ruhephase hat die Sonne ihre Aktivität überraschend wieder aufgenommen. Ein starker Ausbruch am frühen Morgen markiert den Beginn einer Phase erhöhter geomagnetischer Risiken, die ihren Höhepunkt in der kommenden Woche erreichen soll.


BERLIN/WELTRAUMWETTERZENTRUM. Die Ruhe über der Sonnenoberfläche ist vorbei. Erstmals seit zwei Wochen hat die Sonnenaktivität wieder stark eingesetzt, wie Beobachtungsstellen weltweit berichten. Um etwa 4:00 Uhr morgens (MEZ) registrierten Weltraumwetterzentren am östlichen Sonnenrand einen anhaltenden Ausbruch der Stärke M1.0.

Dieser sogenannte M-Klasse-Flare gilt als mittelschwerer, aber signifikanter Ausbruch und wurde auf der fünfstufigen Sonnenaktivitätsskala der Klasse 4 zugeordnet. Er signalisiert eine deutliche Wende nach der jüngsten Flaute.

Startschuss für eine aktive Periode

Der registrierte M1.0-Ausbruch ist nicht nur ein Einzelereignis, sondern kündigt Experten zufolge eine anhaltende Steigerung der solaren Aktivität an. Die Region am Sonnenrand, von der der Flare ausging, dreht sich nun langsam in Richtung Erde und könnte in den kommenden Tagen für weitere, stärkere Eruptionen sorgen.

Experten warnen davor, dass diese aktive Phase zwischen dem 3. und 9. November ihren Höhepunkt erreichen wird.

Risiko anhaltender magnetischer Stürme

Die Hauptsorge der Weltraumwetterforscher liegt in der Gefahr anhaltender magnetischer Stürme. Sollten die erwarteten Eruptionen koronaler Masseauswürfe (CMEs) freisetzen, die direkt auf die Erde gerichtet sind, könnten diese in der kommenden Woche zu messbaren geomagnetischen Stürmen führen.

Magnetische Stürme, die durch das Auftreffen von energiereichen Sonnenpartikeln auf das Erdmagnetfeld entstehen, können vielfältige Auswirkungen haben:

  1. Satellitenkommunikation und GPS: Störungen in der Funkkommunikation und Beeinträchtigungen von GPS-Signalen sind möglich.
  2. Stromnetze: In extremen Fällen (typischerweise bei X-Klasse-Flares, aber auch bei stärkeren M-Klasse-Folgen) können geerdete Infrastrukturen wie Hochspannungsnetze betroffen sein.
  3. Polarlichter: Die erfreuliche Nebenwirkung erhöhter Sonnenaktivität ist die erhöhte Sichtbarkeit von Polarlichtern (Aurora Borealis) – potenziell auch in Gebieten, die geographisch weiter südlich liegen als üblich.

Derzeit beobachten die Weltraumwetterzentren die Entwicklung genau, um präzisere Warnungen für die erwarteten magnetischen Stürme in der ersten Novemberwoche herausgeben zu können. Die Bevölkerung und Betreiber kritischer Infrastrukturen sind aufgerufen, die aktuellen Weltraumwetterberichte im Auge zu behalten.

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